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Wasser und Essen
Mit Wasser sollte man in Kovalam sparen. Sauberes Wasser ist knapp. Auch sollte man grundsätzlich dem Leitungswasser misstrauen. Um weniger Plastikflaschenverbrauch fürs Trinkwasser zu haben, ist es sinnvoll, sich einen praktischen 20-Liter Kanister zum Abfüllen mit Pfandgebühr beim Hotel zu bestellen. Man hat immer Wasser im Zimmer ohne zu schleppen, und davon braucht man immer mehr als erwartet, und sollte etwas übrig bleiben gibt es genügend Abnehmer. Auch wenn die Stromversorgung ausfällt, was täglich der Fall ist, sind die Wasserpumpen betroffen, auch für diesen Fall ist ein kleiner Wasservorrat "zu Hause" sinnvoll. Das Wasser wird grossteils von ausserhalb gebracht und in Behälter auf's Dach gepumpt.
In den meisten local restaurants in ganz Kerala gibt es mittlerweile abgekochtes Wasser zu trinken, oft mit einer leichten rosa oder gelb Färbung durch ein ayur-Kraut. Sollte das Wasser kalt sein, kann man auch nach "boiled water" fragen, das ist nichts ungewöhnliches. Es ist einfach angenehm, mal was anderes als Plastikwasser zu trinken.

Alkohol wird ja auch mit Wasser gemacht. Ihn gibt es in Kerala überall zur Genüge, unter und über der Theke, je nach Lizenz des Restaurants oder der Bar. Am billigsten kauft man ihn in einem der government shops. In Kerala ist das traditionelle Schnapsbrennen und "Arrak", traditionell hergestellter Schnaps, seit einigen Jahren verboten.
Essen
In den Touristenrestaurants gibt es durchweg mehr oder weniger das selbe Angebot, continental, chinese und north Indian style. Fast alle Restaurants bieten Fisch, Hummer (lobster), Calamari und Muscheln an. Leider wurde dieses Meeresgetier nicht in Kovalam gefischt, sondern stammt mit seltenen Ausnahmen vom Großhändler.
Der Großhändler wie die Fischer, die wochenlang auf dem Boot sind, müssen mit Eis zur Frischhaltung arbeiten. Tiefseefisch und einheimischer Fisch können so vom Händler "auf Eis gelegt" werden, bis die Markt-Preise hoch gehen. Lobster werden für die Weihnachtszeit wie Mastgänse von den Händlern in kleinen Becken gemästet. Um diese Zeit sind Lobster der Exportschlager.
Das ursprüngliche, einheimische Essen in Kerala enthält viele ayurvedische Gewürze und folgt vielen der ayurvedischen Ernährungsregeln, ohne dies zu benennen oder gar überteuert zu vermarkten. In Kerala, dem Land der Kokosnüsse, wie es wörtlich heisst, fehlen diese bei keinem traditionellen Essen. Das etwas säuerliche im Essen ist Tamarind. Leichte, gut verdauliche Nahrung, perfekt ans Klima angepasst.
In Kovalam, im Gegensatz zu vielen anderen Strandorten, gibt es sehr gute Restaurants, in denen auch die Einheimischen essen. Hierbei ist es wichtig, die
Essenszeiten (siehe unten) einzuhalten. Im Gegensatz zu den Touristenhotels wird hier übrigens kein Trinkgeld erwartet.
Liebe geht durch den Magen, sagt man in Deutschland. Ja die Liebe zu Land und Leuten kann man in lokalen Restaurants und chai shops entdecken. Diese sind wunderbar, um Menschen kennen zu lernen, durch eigene Beobachtung aber auch im Gespräch. Mallayalis sind fröhliche und neugierige Menschen, die gern plaudern und übrigens auch sehr gern tratschen.
Frühstück: Morgens bis etwa 09:30 h gibt es verschiedene Variationen von Fladen in wenig Fett angebraten, meist aus einer Mischung von gemahlenem Reis und Linsen hergestellt, mit Namen uppam, dosa, u.v.a..
Eine Sorte Bohnen oder Linsen und ein Getreide. Das ist die Nahrung, die der menschliche Körper braucht, bei der ihm ausser ein paar Vitaminen nichts mehr fehlt.
Diese Kombination findet sich auch bei der einheimischen Bevölkerung in Afrika und in Südamerika.
Außerdem gibt es aus gemahlenem Reis noch puttu, der im Wasserdampf gegart wird. Dazu gibt es Chammanthi, Kokosnusschutney, und Sambar, Gemüsesausse. Beides ist scharf. Wer es nicht scharf möchte, isst eine Banane dazu, und Papadam, ein dünner knuspriger Cracker wie Brot. Nichts von allem liegt schwer im Magen und es ist Teil der ayurvedischen Küche.
Bananen sollte man immer und überall probieren, es sollen über hundert verschiedene Sorten in Kerala erhältlich sein. Auch frisches Omlette ist zum Frühstück meist zu haben. Zusätzlich gibt es häufig noch ein "Curry des Tages", Tomate-, Kartoffel-, Eier- oder Zwiebel-Curry. Zum Preis von einem vegetarischen kompletten Frühstück erhalten Sie am Strand gerade mal eine Tasse Tee.
Mittags, ca. 12:30 -14:00 h, gibt es den überall in Indien bekannten "all you can eat" Thali. Eine Malzeit mit viel Reis, diversem Gemüse und Linsen oder Bohnen, je nach Restaurant auch mit Fisch oder Fleisch. Alles außer dem Fisch oder Fleisch wird solange nachgeschöpft, bis Sie "madhi" genug, sagen bzw. es mit den Händen bedeuten.
A propos Hände. Gegessen wird mit der rechten Hand. Die linke Hand ist für den Toilettengang und andere unsaubere Tätigkeiten reserviert. Wer sich da unsicher fühlt, ist gut beraten, immer den eigenen Löffel dabei zu haben.
Oder, wenn Sie in einem kleineren Hotel wohnen, fragen sie die beherbergende Familie, ob sie gegen eine kleine Entlohnung einmal für Sie kocht. Leckerste vegetarische Gerichte warten auf Sie, fast überall ist Kokosnuss drin.
Das Abendessen, ab Sonnenuntergang, ist dem Frühstück ähnlich, abends gibt es zusätzlich die gerade sehr in Mode gekommenen chicken parothas. Parothas werden aus Weizenmehl gemacht. Bei der Zubereitung zuzusehen macht Spass. "Kung Fu Parota", sagte neulich Gopan vom Kukku Restaurant treffend. Schauen Sie zu, Sie werden verstehen, warum. Natürlich kann man auch Vegetarisches zu den Parothas essen.
In Kovalam beach auf Meereshöhe, gibt es noch einige "local restaurants", in denen auch Einheimische essen, zwei davon sind Nähe Devi Tempel nicht zu verfehlen. Zwei weitere Richtung Strand sind das vorzügliche "Keerthi" und das etwas versteckt gelegene "Varshas", direkt hinter "Karuna", das in den Reiseführern wegen seines guten Vollkornbrotes gelobt wird.
Oben an der Bushaltestelle direkt vor dem Leela Hotel gibt es gleich drei lokale Restaurants. Das "Uddhaya" ist wohl das Älteste. Bis vor einem Jahr wurde hier noch auf Bananenblättern serviert. Gegenüber ist das "Kukku" Restaurant und etwas weiter die Strasse entlang das "Reeshma", das den grossen Vorteil hat, das man auch draussen sitzen kann.
Oder, Sie fragen Ihren Rikshawfahrer, wo er gern essen geht.
Nachmittags ca. 15:30 - 18:00 h. Wer lieber im eigenen Hotel speist, sollte sich trotzdem nicht einen Nachmittags- Chai, gezuckerter Milchtee mit verschiedenen Leckereien entgehen lassen. Diese sind neben frittierten Bananen verschiedene fettgebackene Teilchen, süß oder salzig, auch wieder aus diversen Linsen als Grundmaterial.
Zum Beispiel so:
man fährt mit einem
Katamaran Boot, quasi als Taxi, vom lighthouse zum leela beach (das geht auch umgedreht), lässt sich dort absetzen, läuft ein wenig die Strasse entlang, nach oben Richtung Bushaltestelle und findet rechter Hand ein "local restaurant" am Panchayat Park mit einer grossen Auswahl an Nachmittag Snacks. Hier sind auch einige Geschäfte und eine öffentliche Toilette. Wer nicht den Berg laufen möchte, fährt mit der Rikshaw. Natürlich kann man auch ohne Boot einen Spaziergang zum nächsten Chai-Shop machen.....
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geheimnisvolle Welt des Meeres
Ich weiß, es wird vor Fettgebackenem in "diesen" Ländern gewarnt, aber wenn man wie hier sieht, wie alles frisch zubereitet wird, verkauft bis es leer ist, und die selben Einheimischen jeden Tag ihren Tee trinken, offensichtlich ohne Magenverstimmung, dann sollte man nicht länger widerstehen.
Das leidige Thema Sauberkeit. Die einheimischen Restaurants wirken oft etwas schmuddelig, aber haben Sie schon mal in die Küche Ihres Sternerestaurants geschaut? Da die meisten kleinen Restaurants keinen Kühlschrank haben, ist das Essen immer frisch.
Mallayalis sprechen negative Dinge nicht gern direkt an. Will ein Einheimischer Mallayali sagen, dass der angebotene Fisch nicht frisch ist, sagt er z.B. "oh, dieses Restaurant hat einen Kühlschrank".
Nicht nur Christen und Moslems auch die meisten Hindus in Kovalam als Küstenbewohner essen Fisch. Wenn sie wirklich frischen Fisch essen wollen, kaufen Sie morgens Fisch bei den Fischern und lassen ihn sich bei Ihrer Familie zubereiten.
Ist das in Ihrem Hotel nicht möglich, fragen sie die Fischer selbst. Manche grillen Ihnen gern den frisch gefangenen Fisch vor Ort.
Oder fragen Sie Gopan mit seinem neu eröffneten Shamrock restaurant direkt an der Strasse, Nähe Bushaltestelle, ob er Ihnen den Fisch mit entsprechenden Beilagen, ganz oder als grätenfreies Curry auftischt.
Obst gibt es in Hülle und Fülle überall. Hierzu nur ein kleiner Tipp: Bei Verdauungsbeschwerden ist die Papaya das Mittel der Wahl. Bei Verstopfung ist man das Fleisch der Papaya, am besten mit etwas Limone beträufelt, bei Durchfall helfen die Kerne der Papaya.